
Der Arpeggiator wird nur in der Ansicht „Browse“ oder „Advanced“ angezeigt. Klicke auf die Taste „Browse“ oder „Advanced“, um zur betreffenden Ansicht umzuschalten, und dann auf die Taste „Arp“ im Bereich „Perform/Arp/Effects“.
Die allgemeinen Arpeggiator-Steuerungen umfassen mehrere Tasten und neun Drehregler.

Taste „All/A/B/C/D“: Wählt, welche Ziel-Source verwendet wird, um das Arpeggiator-Pattern zu spielen. Beachte die Aufgaben unter Alchemy-Arpeggiator verwenden.
Bei „All“ wird das Arpeggiator-Pattern von allen aktiven Sources gespielt.
Du kannst das Arpeggiator-Muster auf eine einzige Ziel-Source beschränken, indem du die Werte für einen der A-, B-, C- oder D-Arpeggiatoren festlegst. Die anderen drei Sources (falls aktiv) antworten auf eingehende MIDI-Daten ohne Arpeggiation.
Du kannst auch andere Arpeggio-Muster für jede beliebige Kombination der A-, B-, C- oder D-Arpeggiatoren aktivieren oder erstellen. Wenn du auf der Klaviatur spielst, wird jede aktive Source durch den entsprechenden aktiven Arpeggiator ausgelöst. Das Resultat sind bis zu vier gleichzeitige (jedoch verschiedene) arpeggierte Sources.
Hinweis: Alchemy verwendet separate Stimmen, um den arpeggierten und nicht arpeggierten Output zu spielen. Deshalb erfordert diese Funktion, dass die Anzahl der Stimmen („Num“) im Master-Stimmenbereich auf mindestens 2 eingestellt wird. Weitere Informationen findest du unter Alchemy-Master-Stimmenbereich.
Taste „Sync“: Aktiviere die Funktion, um den Arpeggiator mit dem Tempo des Projekts zu synchronisieren. Siehe dazu auch den Drehregler „Rate“.
Einblendmenü „Key Trigger“: Wähle eine Option, um die Rasterwerte von Arpeggiator und Host-Programm auszurichten. Eingehende und wiedergegebene Noten rasten an diesem Wert ein, wenn der Host im Wiedergabemodus ist.
Wähle einen anderen Wert als „Off“, um das Arpeggiator-Pattern erneut zu starten, wenn die erste Note nach einer Pause angeschlagen wird. Dies ermöglicht dir, Pattern-Variationen zu erzeugen, indem du Akkorde an unterschiedlichen Beats im Takt spielst, und kann sich lebendiger anfühlen. Wenn du legato spielst, wird der Arpeggiator nicht erneut ausgelöst.
Wähle „Snap to Rate“, wenn du eine andere Host-Programm-Rate verwenden willst, als in den verfügbaren Menüoptionen angeboten.
Wähle „Cycle Reset“, um die Option zu aktivieren oder zu deaktivieren Diese Option startet die Arpeggiation von der ersten Note jedes Mal, wenn das Pattern wiederholt wird und wenn das Host-Programm gestartet wird (bei Schritt 1). „Cycle Reset“ ist standardmäßig aktiviert und ist für alle vorhandenen Presets aus Gründen der Abwärtskompatibilität deaktiviert.
Drehregler „Mode“: Aktiviert und deaktiviert den Arpeggiator und bestimmt die Reihenfolge, in der eingehende Noten in einem Pattern angeordnet werden. Zusätzlich zu „Off“ hast du die folgenden Auswahlmöglichkeiten:
Up: Spielt die aktuellen Noten von der tiefsten bis zur höchsten.
Down: Spielt die aktuellen Noten von der höchsten bis zur tiefsten.
Up/Down: Spielt die aktuellen Noten von der tiefsten bis zur höchsten und umgekehrt.
Down/Up: Spielt die aktuellen Noten von der höchsten bis zur tiefsten und umgekehrt.
As Played: Spielt die aktuellen Noten in der Reihenfolge, in der sie ursprünglich gespielt wurden.
Random: Spielt die aktuellen Noten in einer zufälligen, sich nicht wiederholenden Reihenfolge.
Chord: Spielt alle gehaltenen Noten gleichzeitig als Akkord. Die Akkorde werden erneut ausgelöst und pulsieren im Takt mit der Rate und dem Rhythmus des Arpeggiators, so wie durch die Arpeggiator-Sequenzereinstellungen festgelegt. Weitere Informationen findest du unter Alchemy-Arpeggiator-Sequenzer-Steuerungen.
Hinweis: „Mode“ ist ein Modulationsziel. Dies ermöglicht dir, einen „Perform“-Drehregler auf den Modus „Modulate“ einzustellen. Dadurch kannst du den Arpeggiator bei einer Performance aktivieren und deaktivieren.
Drehregler „Rate“: Legt die Dauer jedes Arpeggiator-Steps fest. Wenn „Sync“ aktiviert ist, wird der Arpeggiator mit dem Projekttempo synchronisiert und der Drehregler „Rate“ wird in Takten/Beats eingestellt. Wenn „Sync“ deaktiviert ist, legt der Drehregler „Rate“ eine konstante Länge für jeden Step fest, die von Tempoänderungen des Projekts nicht betroffen ist.
Drehregler „Octave“: Bestimmt, ob das Arpeggiator-Pattern nur mit seiner ursprünglichen Tonhöhe oder über höhere Oktaven gespielt wird, wenn das Pattern wiederholt wird.
Drehregler „Length“: Legt die Länge jeder arpeggierten Note fest. Bei der maximalen Einstellung von 100 % ist die Länge jeder Note ein vollständiger Step. Stelle die Länge auf niedrigere Werte ein, um kürzere Noten für einen stakkatoartigeren Effekt zu generieren (falls ein Sound mit einer schnellen Release-Zeit ausgelöst wird).
Drehregler „Pattern“: Verwende diesen Drehregler, um das aktive Pattern rechts im Step-Sequenzerbereich zu wählen. Es können sechzehn unterschiedliche Step-Sequenzer-Pattern erstellt und für jeden Arpeggiator bearbeitet werden. Standardmäßig sind alle Pattern identisch, sodass dieser Parameter keine Auswirkung hat, bis deine Pattern bearbeitet werden.
Drehregler „Swing“: Ändert das Timing des Arpeggiators, wobei gerade Steps an spätere Positionen bewegt werden, ohne das Timing der ungeraden Steps zu ändern. Dies kann dem Part ein entspannteres Feeling bzw. einen entspannteren Groove verleihen. „Swing“ funktioniert im Allgemeinen am besten, wenn es mit einer „Rate“-Einstellung von 1/4 Beat (gefühlter Sechzehntelnoten-Swing) oder einer „Rate“-Einstellung von 1/2 Beat (Achtelnoten-Swing) kombiniert wird.
Drehregler „Note Vel“: Bestimmt, wie der Arpeggiator Noten-Velocity-Werte verarbeitet. Arp-Sequenzer 1 moduliert standardmäßig den „Amp“-Wert des Arpeggiators. Wenn „Note Vel“ auf einen Wert von 0 % eingestellt wird, bestimmen die Step-Werte des Arp-Sequenzers 1 die Velocity-Werte der Noten im Arpeggiator-Pattern. Wenn „Note Vel“ auf einen Wert von 100 % eingestellt wird, werden die Noten-Velocity-Werte im Arpeggiator-Pattern durch eingehende MIDI-Velocity-Werte bestimmt. „Note Vel“-Zwischenwerte kombinieren die Step-Werte des Arp-Sequenzers mit den eingehenden MIDI-Velocity-Werten.
Drehregler „Split“: Bestimmt die höchste in das Arpeggiator-Pattern einzuschließende MIDI-Notennummer. Noten über diesem Wert werden nicht arpeggiert. Stelle den Maximalwert (G8) ein, um den gesamten MIDI-Input zu arpeggieren.
Drehregler „Latch“: Hält das Arpeggiator-Pattern, wenn du im Modus „Hold“ oder „Add“ deine Hände von der Klaviatur nimmst. Wähle „Off“, um das Arpeggiator-Pattern zu stoppen, wenn du deine Hände anhebst.
Hold: Neu gespielte Noten werden in einem neuen Pattern angeordnet, das das vorhandene Pattern ersetzt.
Add: Neu gespielte Noten werden dem vorhandenen Pattern hinzugefügt.
Tipp: Kombiniere versuchsweise den Modus „As Played“ mit der „Latch“-Einstellung „Add“, um einen interaktiven Step-Sequenzer mit 128 Steps zu erstellen.